Herzlich willkommen auf meiner Webseite. Spezialisiert in den Bereichen Kataraktchirurgie und Netzhauterkrankungen betreue ich Sie persönlich und kompetent mitten in der Stadt Bern.
Sprechstunde
Allgemeine Augenuntersuchung
Das Auge ist eines der faszinierendsten Organe unseres Körpers und unser wohl wichtigstes Sinnesorgan, denn es liefert uns rund 80 % der Informationen aus unserer Umwelt und beschäftigt so direkt oder indirekt einen Viertel des Gehirns. Das menschliche Auge kann mehrere Millionen Farbtöne unterscheiden und bereits ein einziges Photon (die kleinste Lichteinheit) genügt, um im Auge die Sehreaktion auszulösen.
Da sich Probleme mit den Augen nicht immer bemerkbar machen, ist es sinnvoll, die Augen von Zeit zu Zeit untersuchen zu lassen, insbesondere im höheren Alter. Dabei lassen sich Erkrankungen wie z. B. ein → Glaukom (grüner Star) früh genug feststellen.
Nebst der Bestimmung der Sehschärfe, des Augendrucks und der Untersuchung des Auges mit dem Mikroskop kann auch ein Brillenrezept angepasst werden.

Augenkontrolle bei Diabetes mellitus
Mittlerweile leiden ca. 10 % der über 65-jährigen Schweizer an Diabetes mellitus. Der dabei erhöhte Blutzuckerspiegel kann im ganzen Körper Schäden an den Blutgefässen und Nerven verursachen, so auch in den Augen.
Zu den frühsten Veränderungen am Auge gehören kleine Aussackungen der Blutgefässe der Netzhaut, sogenannte Mikroaneurysmen. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung kommt es zur Ausbildung von neuen Blutgefässen auf der Netzhautoberfläche. Das Tückische an diabetischen Augenerkrankungen ist, dass viele Patienten selbst in diesem fortgeschrittenen Stadium keine Sehveränderungen bemerken.
Die Bildung von ungewollten neuen Blutgefässen erfordert meist eine Behandlung mit dem Laser, um Komplikationen wie Blutungen oder eine Netzhautablösung zu verhindern. Falls es aufgrund des Diabetes zu einer Schwellung in der Netzhautmitte kommt, kann diese mit → intravitrealen Injektionen behandelt werden.
Um diabetische Netzhautveränderungen frühzeitig erkennen zu können, sind auch bei gut eingestelltem Diabetes und wenn keine Probleme vorliegen regelmässige Kontrollen beim Augenarzt erforderlich.

Glaukomvorsorge
Schätzungsweise sind etwa 1 bis 2 % der Bevölkerung in der Schweiz am Glaukom (grünen Star) erkrankt, ab einem Alter von 65 Jahren sogar 2 bis 4 %. Nach der Makuladegeneration ist das Glaukom die zweithäufigste Erblindungsursache.
Das Glaukom ist ein Sammelbegriff für eine komplexe Gruppe von Erkrankungen, die zu einem unwiderruflichen Schaden am Sehnerv führen. Verantwortlich ist in der Mehrheit der Fälle ein erhöhter Augendruck. Der Schaden führt langfristig zu einer Einschränkung des Gesichtsfeldes. Diese Gesichtsfeldausfälle werden selbst erst bemerkt, wenn die Erkrankung bereits sehr weit fortgeschritten ist. Unbehandelt kann das Glaukom zu einem Verlust des zentralen Sehens und sogar zur Erblindung führen.
Die Erkrankung ist bei einer frühzeitigen Diagnose am besten behandelbar. In frühen Stadien kann die Krankheit nur durch regelmässige Augenuntersuchungen diagnostiziert werden. Jeder hat ein gewisses Risiko, an einem, an einem Glaukom zu erkranken. Bestimmte Menschen sind jedoch einem höheren Risiko ausgesetzt und müssen häufiger von einem Augenarzt untersucht werden.
Je nach Form kann das Glaukom mit Medikamenten, Laserbehandlungen oder operativ behandelt werden.

Netzhautsprechstunde
Trockene altersabhängige Makuladegeneration
Die Makula ist der Teil der lichtempfindlichen Netzhaut, die das Auge auskleidet, und ermöglicht es uns, feine Details und Farben zu sehen. Zirka 90 % der Patientinnen mit Makuladegeneration leiden an einer trockenen Makuladegeneration. Dabei bilden sich in der Makula Ablagerungen, sogenannte Drusen. In den Anfangsstadien verursachen diese keine Symptome. Mit der Zeit jedoch kommt es zu einem Absterben der Sinneszellen in der Makula und über Jahre zur Ausbildung von «blinden Flecken», die langsam an Grösse zunehmen. Dies führt zu Schwierigkeiten beim Lesen und zu Problemen beim Erkennen von Gesichtern. Bei einigen Patienten wandelt sich die trockene Form in eine feuchte Form um.
Für die trockene Makuladegeneration gibt es leider nach wie vor keine Therapie. Ergebnisse aus grossen Studien liefern Hinweise dafür, dass speziell formulierte Vitamin- und Mineralpräparate das Fortschreiten der Erkrankung in gewissen Situationen leicht verlangsamen können. Zudem ist in den USA seit Februar 2023 das neue Medikament Syforve zugelassen, welches bei monatlichen Injektionen zu einer ca. 20-prozentigen Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung führt. Als Nebenwirkung verdoppelt sich aber das Risiko für die Entwicklung einer feuchten Makuladegeneration.
Feuchte altersabhängige Makuladegeneration
Bei der feuchten altersbedingten Makuladegeneration bilden sich im Verlauf der Erkrankung unter dem Netzhautzentrum (der sogenannten Makula) neue krankhafte Blutgefässe aus. Aus diesen Gefässen tritt Flüssigkeit oder Blut in die Netzhaut aus, was zu einer Schwellung in der Makula führt. Diese Schwellung hat oft eine Beeinträchtigung der Sehschärfe und verzerrtes Sehen zur Folge.
Die feuchte Makuladegeneration ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel einer längerfristigen Therapie bedarf. Behandelt wird mit regelmässigen Injektionen, die die Neubildung von krankhaften Blutgefässen hemmen. Ohne Behandlung folgt die Erkrankung ihrem natürlichen Verlauf und es kommt zu einer Vernarbung des Gewebes in der Makularegion und zu einer irreversiblen Beeinträchtigung des Sehvermögens. Mit Hilfe einer Behandlung kann die Sehschärfe in den allermeisten Fällen stabilisiert werden.

Laserbehandlungen
Im Rahmen der Sprechstunde führen wir folgende Lasereingriffe durch:
- Kapsulotomie (Behandlung des Nachstars nach der Kataraktoperation)
- Iridotomie (Behandlung bei engem Kammerwinkel)
- Selektive Lasertrabekuloplastik (Behandlung zur Senkung des Augendrucks)
- Netzhautlaser (bei Netzhautrissen, Gefässneubildungen im Rahmen einer diabetischen Netzhauterkrankung sowie in Spezialfällen beim Makulaödem)

Notfälle
Von einem augenärztlichen Notfall spricht man, wenn das Augenlicht aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls akut gefährdet ist. Dazu gehören z. B. Verätzungen, ein akuter Sehverlust oder starke Schmerzen am Auge. Notfälle behandeln wir zusätzlich zur regulären Sprechstunde. Wir bitten Sie aber, sich telefonisch anzukündigen. In Fällen mit relativer Dringlichkeit wie Hornhautfremdkörper oder das Wahrnehmen von Blitzen geben wir Ihnen gerne einen Termin noch am selben Tag. Wir bemühen uns, nach Möglichkeit auch nicht dringliche akute Probleme wie Bindehautentzündungen ohne Sehverschlechterung oder Ürseli zeitnah zu untersuchen. Für Notfälle ausserhalb der Praxisöffnungszeiten wenden Sie sich bitte an die Augenklinik des Inselspitals unter → +41 31 632 25 01.

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen zur Untersuchung mit:
- Krankenkassenkärtli
- aktuelle Brille oder Brillenpass
- bei Diabetikern: letzter Langzeitblutzuckerwert (HbA1c-Wert)
- Medikamentenliste
Bitte beachten Sie: Zur genauen → Untersuchung der Netzhaut bei Diabetes, beim Wahrnehmen von «Blitzen» oder «Spinnennetzen», bei → verzerrtem Sehen oder bei der Voruntersuchung zum → grauen Star sowie der Erstabklärung von → erhöhtem Augendruck ist in der Regel eine Pupillenerweiterung erforderlich. Sie dürfen danach für ca. 4 Stunden nicht selbst ein Auto fahren.